Gesundheit

Therapeutisches Potenzial des Mastix bei gastrointestinalen Erkrankungen

Der Mastix, das aromatische Harz des Mastixbaums (Pistacia lentiscus), rückt zunehmend in den Fokus medizinischer und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Obwohl viele Menschen den Begriff kennen, ist sein therapeutisches Potenzial weniger verbreitet. Dieser Beitrag erläutert die Herkunft, Inhaltsstoffe und dokumentierten Wirkmechanismen dieses traditionell genutzten Naturprodukts.

WAS IST DER MASTIX?

HERKUNFT UND GEWINNUNG

Der Mastixbaum wächst hauptsächlich auf der griechischen Insel Chios, deren mikroklimatische Bedingungen und jahrhundertealte Verarbeitungstradition die Qualität des Harzes entscheidend prägen.

Die Gewinnung erfolgt manuell: Während der Sommermonate werden kleine Inzisionen in die Rinde gesetzt, durch die das Harz austritt, auf vorbereitetem Untergrund aushärtet und anschließend gesammelt wird. Die jährliche Ausbeute pro Baum beträgt lediglich etwa ein Kilogramm, was die begrenzte Verfügbarkeit und den hohen Wert erklärt.

PHARMAKOLOGISCHE WIRKUNGEN

Historisch wurde Mastix zur Linderung gastrointestinaler Beschwerden eingesetzt. Moderne Forschung bestätigt heute mehrere seiner traditionellen Anwendungen:

  • Unterstützung der Magen- und Darmschleimhaut
  • Mögliche Reduktion dyspeptischer Beschwerden
  • Antimikrobielle Aktivität, insbesondere gegenüber Helicobacter pylori
  • Antioxidative Eigenschaften dank hoher Konzentration bioaktiver Terpene und Polyphenole

Klinische Studien weisen auf ein potenziell breites Wirkungsspektrum hin, das Mastix vor allem im Bereich funktioneller Magen-Darm-Störungen relevant macht.

ANWENDUNG UND VERARBEITUNG

Mastix wird pharmakologisch in Form von Kapseln, Pulvern oder Ölen eingesetzt. Außerhalb des medizinischen Bereichs findet man ihn in Lebensmitteln, Hygieneprodukten und Kosmetika, unter anderem in Zahnpasten, Mundspüllösungen, dermatologischen Masken oder parfümierten Präparaten.

INHALTSSTOFFE

Das Harz enthält ein komplexes Spektrum bioaktiver Komponenten:

  • Terpene (z. B. α-Pinen, β-Pinen, Limonen)
  • Ätherische Öle
  • Polyphenole
  • Phytosterole
  • Natürliche Polymere und Harzsäuren

Diese Zusammensetzung erklärt die antimikrobiellen, antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen, die Gegenstand aktueller Forschung sind.

Weitere wissenschaftliche Informationen zu Herkunft, chemischer Zusammensetzung und medizinischer Nutzung findest du auf Masticlife.de.

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